Am 17. Februar machten sich die vier Geschichtskurse der elften Klasse auf den Weg zu ihrer zweitägigen Geschichtsexkursion nach Berlin. Dort besuchte jeder Kurs diverse Museen und Gedenkstätten, um mehr über die Demokratiegeschichte Deutschlands sowie die NS-Zeit und die DDR zu erfahren.
Für unseren Kurs war die erste Station der Deutsche Dom mit der Ausstellung des Bundestages über Deutschlands Demokratiegeschichte. Dort durften wir den Schwerpunkt der Führung selbst festlegen, weshalb wir uns für die Abschaffung der Demokratie in der NS-Zeit und die Scheindemokratie in der DDR entschieden. Im Anschluss an unsere Führung erhielten wir ausreichend Zeit, um den Rest der Ausstellung anzuschauen.
Danach ging es für uns zur Gedenkstätte des deutschen Widerstands im Bendlerblock. Hier wurden uns anhand verschiedener Persönlichkeiten wie Graf von Stauffenberg oder Georg Elser die Widerstandsbewegungen zur Zeit des Nationalsozialismus erklärt. Besonders interessant wie auch erschreckend waren hier außerdem die Schicksale einiger jugendlicher Widerstandskämpfer wie zum Beispiel jenes von Helmuth Hübener.
Um von einem Ort zum nächsten zu kommen, benutzten wir meistens Bus und U-Bahn. Jedoch verliefen hierbei unsere Fahrten teilweise etwas chaotisch, da wir gelegentlich in die falsche Richtung unterwegs waren. Trotzdem gelangten wir am Abend gut zu unserem Hostel, wo uns die anderen Geschichtskurse von ihrem Tag erzählen konnten. Einige hatten sich zum Beispiel im Technikmuseum Dampfmaschinen und die ersten Straßenbahnen angesehen oder das Denkmal für die ermordeten Juden Europas besucht.
Wir begannen dann den zweiten Tag unserer Exkursion mit einem Besuch der Gedenkstätte Hohenschönhausen, einer ehemaligen Haftanstalt der Sowjetunion während der Besatzungszeit, die später von der Stasi genutzt wurde. Dort wurden die Führungen größtenteils von Zeitzeugen gemacht, die von ihren eigenen Erlebnissen berichten konnten. Trotz der Kälte erhielten wir so einen ausführlichen Rundgang über das Außengelände, bevor wir uns drinnen einzelne Gefängniszellen und Verhörzimmer ansahen. Dort simulierte unser Guide mit uns sogar ein Verhör, so wie es ungefähr zu Zeiten der DDR stattgefunden hatte.
Zuletzt schauten wir uns die beeindruckende Ausstellung „Topographie des Terrors“ an, wobei wir uns hier vor allem auf die Propaganda im Nationalsozialismus fokussierten. Gerne hätten wir hier auch noch etwas länger Zeit gehabt, um mehr von der umfangreichen Ausstellung zu sehen, von der wir nur einen Bruchteil kennenlernen konnten.
Abschließend möchten wir uns bei der Landeszentrale für politische Bildung für die Förderung dieser Geschichtsexkursion bedanken, die für uns sehr bereichernd war und auch die Geschichtskurse untereinander näher zusammengebracht hat.