Französisch

Die Fachschaft stellt sich vor...

Französisch wird als zweite Fremdsprache ab Klasse 6 (3-4 Wochenstunden) oder als 3. Fremdsprache ab Klasse 8 (3 Wochenstunden) unterrichtet und kann ab Klasse 11 auf erhöhtem Anforderungsniveau 5-stündig oder auf grundlegendem Niveau 3-stündig belegt werden.

Lehrkräfte:  Frau Bönninger, Frau Gründig (FS-Vorsitz), Frau Ilgner, Frau Nolte, Frau Rowold, Frau Völker


Frankreichaustausch

Liebe Leserinnen und Leser,

ich bin eine Schülerin des Liborius Gymnasiums in Dessau, die nun die 10. Klasse besucht. Schon von Beginn an, als ich die französische Sprache zum ersten Mal in der Schule gehört hatte, war ich von dieser Sprache begeistert und wollte diese unbedingt lernen. So wählte ich sie ab der 6. Klasse und es ging endlich los…

In der neunten Klasse hatten wir uns im Unterricht über ein Deutsch-Französisches-Jugendwerk (DFJW) unterhalten, das schon seit vielen Jahren verschiedene Austauschprogramme anbot. Ich war begeistert davon und hatte mich näher dazu informiert. Der Austausch bietet die Möglichkeit, die französische Sprache richtig sprechen zu lernen und mehr über die französische Kultur zu erfahren, an dem Leben in einer französischen Familie teil zu haben und vieles mehr…

Am Anfang hatte ich Zweifel, ob ich mich wirklich trauen sollte, einen Austauschpartner zu finden. Gott sei Dank hatte ich eine großartige Unterstützung und Ermutigung von meiner Familie und meinen Freunden. Ich schaute auf der Internetseite des DFJW nach Austauschschülerinnen. Nach dem Durchblättern jeglicher Seiten und nach dem Lesen jeder einzelnen Anzeige hatte ich anschließend insgesamt ca. 15-20 Leute angeschrieben. Das klingt viel, doch von manchen hatte ich nicht einmal eine Antwort bekommen oder wir hatten nicht so richtig zueinander gepasst. Auch hatte es bei manchem mit dem angegebenen Zeitraum nicht gepasst. Ich hatte sogar jemanden gefunden, bei der es schon fast feststand, aber diejenige hatte mir dann doch auf einmal abgesagt. Sie hatte schon/noch jemand anderen gefunden. Mein Tipp an euch ist: Seid nicht deprimiert und gebt nicht auf. Wartet nicht wochenlang auf die Antwort einer Person, denn manche haben in der Zwischenzeit vielleicht auch vergessen, ihre Kleinanzeige zu löschen. Letzten Endes hatte ich selbst eine Kleinanzeige hochgeladen. Darauf hatte ich auch viele Anfragen bekommen und konnte ich mit den interessierten Personen über WhatsApp oder Instagramm kommunizieren. Somit hatte sich dann meine jetzige Austauschpartnerin gefunden. Mit ihr hatte ich schon ein paar Mal über Videoanruf telefoniert und konnte sie dadurch etwas genauer kennenlernen. Im Oktober ist es endlich soweit und ich fliege zu ihr für ungefähr drei Monate nach Frankreich, wenn alles gut geht.

Natürlich hatte ich aber auch Ängste oder Zweifel bzw. habe sie teilweise immer noch. Aber das ist wohl auch normal. Mit manchen Sorgen hatte ich mich nochmal an die Familie meiner Austauschschülerin gewandt, die mir dann alles in Ruhe erklärten und meine restlichen Zweifel aus dem Weg räumten. Danach hatte ich mich sehr viel besser gefühlt. Jetzt denke ich mir, was soll mir passieren, wenn ich mich nicht gut verständigen kann oder nichts verstehe? Aber genau deswegen bin ich ja dort, um die französische Sprache eben zu lernen!


 

DELF

Seit vielen Jahren bereitet sich stets eine kleine Gruppe von Schülerinnen und Schülern unter Anleitung einer Französischlehrkraft auf die externe Prüfung für ein besonderes Fremdsprachenzertifikat vor. Mehr dazu unter Wettbewerbe/DELF.

Im Juni 2021 haben acht Schülerinnen und Schüler des Libo die DELF-Prüfung abgelegt, davon drei auf dem Niveau A2, vier auf dem Niveau B1 und ein Schüler B2.

Alle Teilnehmenden haben mit sehr guten Ergebnissen abgeschlossen: félicitations!

Nun ist er schon wieder vorbei, der Frankreichaustausch des Schuljahres 2018/19.

Im November waren wir mit 16 Schüler/innen eine Woche in Roubaix bei Lille und haben dabei viel erlebt: So haben wir z.B. bei einer Stadtrallye Lille näher kennengelernt, haben die Stadt Arras und die Carrière Wellington (einen früher von Soldaten genutzter ehem. Steinbruch) besichtigt und konnten auch die Hauptstadt Paris sehen. Da die Schüler/innen in Gastfamilien untergebracht waren, hatten sie engen Kontakt mit der französischen Sprache und Kultur, wovon sie natürlich profitieren konnten.

Schnell verging dann auch die Zeit bis zum Rücktausch im März: Die Franzosen kamen für eine Woche zu uns nach Dessau. Wir hatten ebenfalls ein buntes Programm vorbereitet, das uns u.a. durch Dessau, nach Halle und nach Berlin geführt hat. Beim Kegeln am Abschiedsabend konnten unsere Schüler/innen den Franzosen noch etwas typisch Deutsches zeigen.

Wir können auf ein gelungenes Austauschjahr mit vielen schönen Erlebnissen zurückblicken!

Freitag, 14. Juni 2019

Im letzten Schuljahr musste der geplante Frankreichaustausch leider ersatzlos ausfallen, da auf französischer Seite, bedingt unter anderem durch den Weggang der bis dahin hauptverantwortlichen Kollegin, nicht genügend Schüler zusammengekommen waren. In diesem Schuljahr konnte der Austausch aber erfolgreich neu belebt werden und 15 Liborianer/innen machten sich auf den Weg nach Roubaix bei Lille. Hier ist ein kurzer erster Bericht:

Am Morgen des 7.11. haben wir mit 15 Schülern und Schülerinnen die Reise nach Roubaix (nahe Lille) angetreten. Sowohl Lehrer als auch Schüler waren bei Gastfamilien untergebracht. Wir haben viel gemeinsam unternommen und waren in Lille, Dunkerque (Dünkirchen) und sogar Paris unterwegs. Außerdem gab es auch sportliche Aktivitäten. Das Wochenende stand zur Freizeit in den Familien zur Verfügung, was auch gut von allen genutzt wurde.

Als es am 14.11. wieder in Richtung Dessau ging, konnten wir auf eine sehr schöne Woche zurückblicken: Die Schüler konnten nicht nur ihre Sprachkenntnisse verbessern, sondern auch die kleinen, aber feinen kulturellen Unterschiede zwischen Deutschland und Frankreich kennen lernen. Außerdem haben wir viel gesehen und erlebt. Nun freuen wir uns schon darauf, dass die Franzosen im Frühjahr 2018 zu uns nach Dessau kommen!

A. Völker, 24. November 2017

Bereits zum neunten Mal empfängt das Liborius-Gymnasium französische Gäste des Lycée St. Remi in Roubaix. 15 junge Franzosen (und zwei Lehrerinnen) sind bei ihren Austauschschülern in Familien in und um Dessau untergebracht und verbringen mit Unterrichtsbesuchen und Fahrten nach Berlin, Magdeburg und Leipzig eine ereignisreiche Woche. Zum Ausklang wird ein deutsch-französischer Bowling-Abend stattfinden, bevor man sich dann (viel zu früh) wieder trennen muss.

19. August 2015

Seit 2009 bereitet die Fachschaft Französisch SchülerInnen der 10. Klassen im Rahmen einer Arbeitsgemeinschaft auf die DELF-Prüfung vor. Diese ist eine Zertifizierung für die französische Sprache.

In der einmal pro Woche statt findenden Vorbereitung werden die Schüler und Schülerinnen in den Fertigkeitsbereichen Sprechen, Schreiben und Hör- und Leseverstehen trainiert.

Die Kosten für das direkt aus Frankreich kommende Zertifikat übernimmt die Schulstiftung.

12. Mai 2015

Seit 2005 besteht eine Schulpartnerschaft mit dem Lycée Privé Saint Rémi in Roubaix (Nordfrankreich, Nähe Lille). Im Austausch nehmen in der Regel 15-20 Schüler der 9. Klassen (Frz. 2. FS) und 10. Klassen (Frz. 3. FS) teil.

In diesem Schuljahr fuhren 16 Schüler vom 11.-18.11.2013 nach Roubaix, der Gegenbesuch findet  vom 3.-10.04.14 hier in Dessau statt.

A.Bönninger

Wir sprachen mit Friederike Schmies, Schülerin der 10. Klasse, über ihren dreimonatigen Frankreichaustausch im Rahmen des Brigitte-Sauzay-Programms.

Redaktion: Wie bist du denn überhaupt zu dem Entschluss gekommen nach Frankreich zu fahren?
Friederike: Nachdem ich Mathilde, meine Austauschschülerin, während des Frankreichaustausches der 9. Klassen kennenlernte, fasste ich den Entschluss für eine längere Zeit nach Frankreich zu gehen.

Redaktion: Wie bist du denn ausgerechnet auf dieses Programm gekommen?
Friederike: Ich habe mich selbst darum gekümmert. Allerdings wollte meine Mutter nicht, dass ich ein ganzes Jahr weg bin. Der Kompromiss war ein dreimonatiges Austauschprogramm, das durch die Stiftung des Deutsch-Französischen Jugendwerkes gefördert wurde.

Redaktion: Und Mathilde, deine Austauschpartnerin, war auch 3 Monate hier?
Friederike: Ja, sie drei Monate hier und ich drei Monate bei ihr.

Redaktion: Wie sah denn dein Alltag in Frankreich aus?
Friederike: Also, die Schule begann um 6 Uhr in der Früh, Schluss war dann um 18 Uhr. Danach standen Hausaufgaben auf dem Plan, Freunde treffen, ins Kino gehen und so weiter. In den Ferien waren wir in St. Tropez und im Disneyland.

Redaktion: 12 Stunden Schule klingen hart. Wie war diese Erfahrung für dich?
Friederike: Es war anstrengend, vor allem weil man dann trotzdem noch Hausaufgaben auf hatte und wenn man dann noch bedenkt, dass die Franzosen trotz des langen Tages nicht sehr viel leistungsstärker sind als wir...

Redaktion: Wie viel Stoff musstest du nachholen und was konntest du aus dem Unterricht in Frankreich und den Themen dort mitnehmen?
Friederike: Also in Frankreich werden ganz andere Themen behandelt als bei uns. Deutschland gilt in Sachen Schule irgendwie sogar als Vorbild. Schulstoff musste ich hier nachholen, das ist zwar anstrengend aber es geht noch.

Redaktion: Wie verständlich war der Unterricht für dich in Frankreich?
Friederike: Eigentlich habe ich alles verstanden.

Redaktion: Würdest du nochmal auf solch eine Reise gehen?
Friederike: Auf jeden Fall!

Wir bedanken uns für das Interview.